AQUA Mühle Vorarlberg startet erprobtes Projekt zur Arbeitsmarktintegration von Frauen mit Migrationshintergrund.
Mit dem vom AMS geförderten Projekt „Frauen-Power 2.0“ bietet AQUA Mühle Vorarlberg Frauen mit Migrationshintergrund ein Sprungbrett in den Arbeitsmarkt. Von April 2026 bis März 2028 werden insgesamt 144 Frauen ab 18 Jahren an dem Programm teilnehmen. Frauen-Power 2.0 wird vom Arbeitsmarktservice (AMS) Vorarlberg, dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und dem Land Vorarlberg mit insgesamt rund 700.000 Euro finanziert. Planung, Organisation und Durchführung übernimmt AQUA Mühle Vorarlberg.
Menschen mit Migrationshintergrund haben es am heimischen Arbeitsmarkt oft schwer. Geringe Deutschkenntnisse, fehlende Anerkennung von Bildungsabschlüssen und mangelndes Selbstvertrauen erschweren die Suche nach einem Job. In Vorarlberg waren im Februar 2026 insgesamt 2.321 Frauen mit Migrations- oder Fluchthintergrund arbeitslos. Am 1. April startet nun das Projekt Frauen-Power 2.0, bei dem Frauen mit Migrations- oder Fluchthintergrund ihre Kompetenzen verbessern können und Anschluss auf dem Arbeitsmarkt finden sollen.
Frauenförderung braucht individuelle und strukturelle Maßnahmen
„Die Gruppen von max. 24 Frauen lassen es zu, dass wir unsere Klientinnen individuell begleiten können“, beschreibt Projektleiterin Amanda Ruf das Angebot und fügt hinzu: „Aus Erfahrung wissen wir, je gezielter wir auf die einzelnen Frauen eingehen und sie unterstützen können, desto nachhaltiger ist die Integration in den Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt.“ Neben konkreten inhaltlichen Schwerpunkten wie Deutsch-Training, Bewerbungsübungen und dem Verfassen von Lebensläufen werden auch emotionale Stabilität, persönliche und berufliche Orientierung sowie kulturelles Wissen vermittelt.
Beziehungen in der Gruppe für ein positives und stabiles Selbstbild
Ein wichtiges Merkmal des Projekts ist außerdem gezielte Beziehungsarbeit – auch in der Gruppe der Teilnehmerinnen. „Wir entwickeln einen geschützten Rahmen, in dem Vertrauen und Verständnis herrschen. Die Frauen helfen sich gegenseitig, hören einander zu und unterstützen sich. Das trägt entscheidend zum Erfolg des Projekts bei“, erklärt Amanda Ruf. Und noch ein Faktor verspricht ein Lernen von- und miteinander: der Einsatz von „Peers“. Interessierte Frauen werden als Peers ausgebildet und eingebunden, um das Lernen aller Beteiligten voneinander zu ermöglichen. Die Einbindung von Peers ermöglicht den eingebundenen Institutionen neue Lernerfahrungen. Mit diesen Erfahrungen können optimale Angebote erarbeitet werden.
Warum der Name „Frauen-Power 2.0“?
Das aktuelle Projekt Frauen-Power 2.0 ist die Weiterentwicklung von „Frauen-Power“ – ein Projekt, das von 2021 bis 2025 ebenfalls Frauen mit Migrations- oder Fluchthintergrund begleitete. Die Erfahrungen aus Frauen-Power ermöglichen die bedarfsgerechte Weiterentwicklung des Projekts.
Projektdaten Frauen-Power 2.0:
- Projektlaufzeit: 01.04.2026 – 31.03.2028
- Insgesamt finden 6 Durchgänge mit jeweils 24 Frauen statt (gesamt 144 Teilnehmerinnen).
- Ein Durchgang dauert 39 Wochen (ohne Nachbetreuung).
- Nachbetreuungsphase von max. 12 Wochen bei Frauen mit Arbeitsaufnahme
- Durchschnittlich sind die Frauen 20 Wochenstunden im Kurs.
- Projektkosten gesamt: € 717.324,20





