Am 27. November erhielt AQUA Mühle Vorarlberg im Rahmen der Verleihung des VN-Klimaschutzpreises in Mäder einen Ehrenpreis in der Kategorie „Innovative Unternehmen“.
In einer eigenen Sonderbeilage „Klimaschutzpreis“ stellen die Vorarlberger Nachrichten alle Gewinner:innen vor.
Unser eingereichtes Projekt
Auf 2,4 Hektar Land kultivieren wir seit 2012 im Rahmen einer sozialen Landwirtschaft gemeinsam mit arbeitssuchenden Personen und/oder psychisch erkrankten Menschen Gemüse, Obst, Getreide und Kräuter. Ebenfalls bieten wir Exkursionen zur Sensibilisierung für Natur und biologische Werte für Schulen und Kindergärten an, bilden Lehrlinge aus und veranstalten Gruppentage. Unser Motto „Immer Dafür sein“, welches wir sowohl in der therapeutischen Arbeit mit unseren Mitarbeitenden, wie auch in der Arbeit mit der Natur befolgen, verpflichtet uns dabei zur strikten Einhaltung des Grundsatzes, das Positive/die Ressourcen zu fördern, damit das Negative/Störende weniger Raum zur Entfaltung findet. Konkret bedeutet dies z. B. im landwirtschaftlichen Bereich, dass wir auf eine große Biodiversität setzen (z. B. 50 verschiedene Kräuter), aktiv Nützlinge durch Anlegen von Blühstreifen, Totholzhecken, Wasserstellen usw. fördern und Humusaufbau betreiben.
Seit 2016 sind wir Bio-zertifiziert und seit 2021 zudem Green Care zertifiziert. Ebenfalls wurden wir 2022 von Bio-Austria für unsere Biodiversität ausgezeichnet. Voller Stolz darf sich Garten-Leiterin Daniela Vogel auch als erste Preisträgerin „Produzentin des Jahres 2022“ von Slow Food Vorarlberg bezeichnen.
Wir glauben, dass die Wertschätzung und das Bewusstsein für regionale, saisonale und biologisch hergestellte Lebensmittel vor allem gelingen kann, wenn man den Unterschied schmeckt. Wenn es dann noch gelingt, durch einen Besuch am Hof sinnvolle und nachvollziehbare Bezüge herzustellen zwischen dem, wer wir sind, was wir brauchen und was wir tun, dann wird der Bio-Hof nicht nur zur Drehscheibe für Lebensmittel, sondern auch für Verwurzelung, Sinn und Gemeinwohl.
Aus unserer Sicht ist die Verbindung zwischen Anbau (AQUA Garten) und Verarbeitung (AQUA Gastronomie) ein praktikables Erfolgsmodell, welches durch die Vermittlung von Wissen, Gesundheit und Regionalität auch auf politischer Ebene Unterstützung findet. Herauszutreten aus der Rolle der (mitunter sogar austauschbaren) Landwirt:in als „reine Rohstofflieferant:in“ hin zu einer aktiven Rolle der Wissensvermittlung, Verankerung und Hersteller:in von regionaler Identität kann zudem auch monetär große Vorteile bringen.
Als wir unsere AQUA Mühle Gastronomie eröffneten, welche sich zum Ziel gesetzt hat, Kindergärten, Schulen und Betriebe unter dem Motto „regional, g’sund und bio“ mit frischen und abwechslungsreichen Speisen zu versorgen, wurde uns rasch klar, dass wir unseren Anspruch der regionalen Wertschöpfung, der Kreislaufwirtschaft und der Vermittlung von Herkunft, Wert und Saisonalität der Lebensmittel am besten erfüllen können, wenn wir selbst nicht nur für die Verarbeitung, sondern auch für die Produktionsgrundlagen der gesunden Speisen Sorge tragen: Der AQUA Garten wurde geboren.
Heute hat der AQUA Garten aufgrund der Kooperation mit der AQUA Gastronomie eine hohe Planungssicherheit, die erfolgreiche Kreislaufwirtschaft sorgt für kurze Lieferwege, planbare Abnahme, Regionalität und Wertschöpfung bleiben im Land.
Die Gastronomie wiederum profitiert von frischen Lebensmitteln ohne weite Transportstrecken, einer hohen Artenvielfalt und dem Bio-Zertifikat. Diese Vorzüge sind unter anderem ein Grund für die positive Bewertung unserer Gastronomie bei „Vorarlberg am Teller“, wo wir seit 2022 jährlich die „Silberne Gabel“ verliehen bekommen.








